Der internationale Tag der Erstsprache jährt sich in diesem Jahr zum 11ten Mal. Genau im Jahr 2000 rief die UNESCO diesen Tag aus, um alljährlich an die „Förderung sprachlicher und kultureller Vielfalt und Mehrsprachigkeit“ zu erinnern.
Mit diesem Gedenktag soll die weltweite Aufmerksamkeit auf vom Verschwinden bedrohte Sprachen gelenkt werden. Offiziell schätzt man, dass die Hälfte von rund 6.000 gesprochenen Sprachen, in Ihrer Existenz bedroht sind. In diesem Ausmaß betroffene Sprachen bedürfen einer außerordentlichen Unterstützung und Förderung.
Gerade die Sprache eines jeden Menschen als ein elementarer Bestandteil seiner Kultur und Identität, über dessen „Sein“ oder „Nicht-Sein“ entschieden wird, hat elementare Auswirkungen auf den einzelnen Menschen. Dementsprechend wurde in bundesdeutschen Ländern, jedoch nach langem Ringen, zur Förderung der Integration der sogenannte muttersprachliche Unterricht per Gesetz installiert und folgt der Erkenntnis, dass die Erstsprache maßgeblich zur nachhaltigen Integration beiträgt. Die Sprache wird damit als kultureller Reichtum gewürdigt.
Neben vielen anderen Sprachen auf der Welt, ist die kurdische Sprache im besonderen Maße aufgrund des jahrelangen Sprachverbots, der Assimilierungs- und Vertreibungspolitik immens vom Aussterben bedroht. Jeder Sprache sollte als Ausdruck kultureller Werte mit Respekt begegnet werden. Stattdessen werden Sprachpolitik- und unterdrückung noch immer als Mittel zur Machtausübung genutzt, um Ethnien anzugleichen und ihnen ihre Eigenständigkeit zu rauben.