Am Karnevalswochenende gab es bei der Verpflegung der NRW-Polizei erneut einen Schimmel-Skandal. Polizeieinheiten wurden mit verschimmelten Putenschnitzeln und Schokoriegeln „versorgt“.
Die CDU/FDP-Regierung hatte die Einsatzverpflegung privatisiert, seitdem finden sich bei größeren Einsätzen immer wieder Haare, Schimmel, Blut und abgelaufene Ware in den Essensbeuteln der Caterer.
Dazu erklärt Anna Conrads, innenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im NRW-Landtag: „Die gravierenden Mängel bei der Verpflegung machen nochmal klar, dass die Schwarz-Gelbe Privatisierungspolitik falsch war. Es gab bereits unter Schwarz-Gelb ein Gutachten, das nachwies, dass die Privatisierung der Polizeiverpflegung keine Kosten spart, aber zu schlechterer Qualität führt, weil die Caterer nicht in der Lage sind, flexibel auf die Einsatzlagen zu reagieren. Die LINKE hatte das bereits im Innenausschuss thematisiert. Wir unterstützen den Protest der Gewerkschaft der Polizei (GdP) und fordern den Innenminister auf, die Polizeiküchen und -werkstätten nicht nur zu erhalten, sondern die neoliberale Privat-vor-Staat-Politik der Schwarz-Gelben Vorgängerregierung hier aktiv zurückzudrehen. Die Verträge mit den Caterern müssen zum schnellstmöglichen Zeitpunkt gekündigt werden und es muss zu den polizeieigenen Einsatzküchen zurückgekehrt werden. Dafür werden wir uns im Landtag politisch weiter einsetzen!“