Die Ministerien in NRW lassen ihre Praktikantinnen und Praktikanten, die teilweise über einen Hochschulabschluss verfügen, bis zu sechs Monate unvergütet für sich arbeiten. Dies ergab eine Kleine Anfrage der Fraktion DIE LINKE im Landtag NRW.
„Das ist ein weiteres Zeichen dafür, wie wenig hinter den Ankündigungen der Landesregierung steckt, sich tatsächlich gegen prekäre Arbeitsbedingungen und die Ausbeutung der schwierigen Situation junger Menschen beim Einstieg in den Arbeitsmarkt zu wenden“, erklärte der arbeitsmarktpolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE, Wolfgang Zimmermann. Bis heute kündigt SPD-Arbeitsminister Guntram Schneider auf der Homepage der Jusos zwar an, dass Praktikantinnen und Praktikanten eine gesetzliche Mindestvergütung erhalten sollen. In den eigenen Ministerien wird dies allerdings nicht als angemessen gesehen.
Weiter sagte Zimmermann: „Anscheinend sind die Ankündigungen des Ministers nur Wahlkampfgeschwätz. Zehn Monate nach der Wahl hat er es nicht einmal geschafft, in den eigenen Ministerien für eine Mindestvergütung zu sorgen. Wie will er sich da glaubhaft für eine solche Regelung in der freien Wirtschaft einsetzen? DIE LINKE ist die einzige Partei, die sich wirklich für die Praktikantinnen und Praktikanten stark macht und deren Belange auch nach dem Wahlkampf thematisiert.“