13. September 2011 Hamide Akbayir und Michael Aggelidis

Nach Atom-Unfall in Frankreich: Atom-Ausstieg jetzt!

Hamide Akbayir, umweltpolitische Sprecherin, und Michael Aggelidis, wirtschafts- und energiepolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE. NRW

 

Die Explosion des Atom-Ofens in Marcoule in Südfrankreich mit einem Toten und vier Verletzten zeigt erneut, dass es zu einem „sofortigen und endgültigen Ausstieg aus der Atomenergie auch in Deutschland keine Alternative“ gibt. Dies erklärten heute übereinstimmend Hamide Akbayir, umweltpolitische Sprecherin, und Michael Aggelidis, wirtschafts- und energiepolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE im Landtag NRW.

„Wir können von Glück sagen“, sagte Akbayir, „dass nach bisherigen Informationen keine radioaktive Strahlung ausgetreten ist.“ Es zeige sich aber einmal mehr, dass die Atomtechnologie nicht beherrschbar ist. „Wir müssen den sofortigen Ausstieg aus der Atomenergie durchsetzen, in Deutschland, in Europa und weltweit“, sagte Akbayir. DIE LINKE fordert unter anderem in ihrem Landeswahlprogramm für NRW die Wende zu einer sozial und ökologisch verantwortbaren Energiewirtschaft.

Michael Aggelidis verwies auf das Absacken der RWE- und E.ON-Aktien: „Die Energieriesen sind angeschlagen. Die Vergesellschaftung, Dezentralisierung und Demokratisierung der Energiewirtschaft ist die unabdingbare Voraussetzung für das ökologische Umsteuern. Denen geht es nur um den Profit.“ Mit der Rücknahme der Laufzeitverlängerung sei die schwarz-gelbe Bundesregierung ein erstes Mal zurückgewichen, sagte er. „Aber auch die verbliebenen Meiler müssen sofort abgeschaltet werden.“ Als nächsten wichtigen Termin im Kampf dafür nannte Aggelidis die internationale Anti-AKW-Demonstration im belgischen Tihange am kommenden Wochenende.