Dogan Akhanli, Menschenrechts-Aktivist und Schriftsteller aus Köln, ist nach seiner Freilassung durch ein Istanbuler Gericht wieder zurück in seiner Heimat Köln. Er war im August in die Türkei gereist, um seinen sterbenskranken Vater zu besuchen. Akhanli wurde noch bei seiner Ankunft auf dem Istanbuler Flughafen von der türkischen Staatssicherheit verhaftet, ohne dass stichhaltige Gründe für eine Festnahme vorlagen. Trotz mehrmaliger Appelle an Rechtsstaatlichkeit und Menschlichkeit der Behörden bekam Dogan Akhanli keine Gelegenheit mehr, seinen Vater zu besuchen, der im November verstarb.
Hamide Akbayir, deutsch-kurdische Landtagsabgeordnete der LINKEN in NRW, erklärt zur Rückkehr von Akhanli: „Unsere Landtagsfraktion freut sich sehr über die Rückkehr von Akhanli nach Deutschland. Die mehrmonatige rechtswidrige und unmenschliche Inhaftierung von Akhanli zeigt, dass in der Türkei nach wie vor eine Staatsideologie vorherrscht, nach der Menschenrechte und Humanität mit Füßen getreten werden. Auch dieser Vorgang zeigt, dass die Türkei noch ein gehöriges Stück Weg vor sich hat, bevor sie EU-fähig ist.“