Mit Erschrecken hat der Vorsitzende und gesundheitspolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE, Wolfgang Zimmermann, das Ausmaß an Arbeitszeitverstößen bei Klinikärzten zur Kenntnis genommen, über das die Landesregierung berichtet hat: „Darunter leiden sowohl die Ärztinnen und Ärzte und ihre Familien als auch die Patientinnen und Patienten.“
Als „heuchlerisch“ bezeichnet Zimmermann allerdings die Reaktion aus der FDP-Fraktion. „Wenn die FDP sich jetzt beklagt, dass die Landesregierung nichts unternimmt, sollte sie sich vielleicht mal überlegen, wer denn in den letzten fünf Jahren die Möglichkeit gehabt hätte, diese Verstöße zu ahnden. Es ist unehrlich, jetzt so zu tun, als ob diese Verstöße für Gesundheitsexperten eine große Überraschung wären“, so Zimmermann weiter.
Zimmermann: „Die Abwanderung von Ärztinnen und Ärzten aufgrund der miserablen hiesigen Arbeitsbedingungen ist ein lange bekanntes Phänomen. Gerade die FDP hat mit ihrer Liberalisierungs- und Privatisierungspolitik im Gesundheitsbereich den Wettbewerb auf Kosten der Ärztinnen und Ärzte, wie auch aller anderen Klinikbeschäftigten immer weiter forciert. Sich jetzt über die Ergebnisse dieser Politik zu beklagen und nach schärferen staatlichen Kontrollen zu rufen, ist scheinheilig.“