6. Oktober 2010

LINKE unterstützen die Belegschaft von Hochtief

Michael Aggelidis, wirtschaftspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE im Landtag von NRW

Michael Aggelidis, wirtschaftspolitischer Sprecher der LINKEN im Düsseldorfer Landtag, spricht den Beschäftigten von Hochtief seine Solidarität im Kampf für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze aus.

"Die Übernahme von Hochtief durch den spanischen Konzern ACS wird vermutlich die Vernichtung von Arbeitsplätzen im dreistelligen Bereich zur Folge haben. ACS ist mit zehn Milliarden Euro bis über beide Ohren verschuldet. Betriebsrat und Belegschaft von Hochtief fürchten zu Recht die Plünderung ihres Unternehmens durch ACS, weil dieser Konzern die Filetstücke wahrscheinlich verkaufen will, um sich zu sanieren. Wir LINKEN unterstützen die Belegschaft vorbehaltlos in ihrem Kampf um den Erhalt der 500 Arbeitsplätze von Hochtief.

Ich halte es aber für einen Irrweg, in diesem Kampf auf die Konzernspitze von Hochtief zu setzen. Auch ihr geht es nur um den Profit und nicht um die Interessen der Beschäftigten. Ich halte es zugleich für eine Illusion, sich auf die Hilfe der Bundesministerin von der Leyen oder der Anlegervereinigung DSW (Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz) zu verlassen."

"Der Schlüssel zum Erfolg", fährt Aggelidis fort, "liegt vielmehr in der solidarischen Aktion der Beschäftigten selbst. Wenn es gelingt, diese Aktion mit den spanischen Kollegen gemeinsam zu organisieren, dann werden die Konzernspitzen die Belange der Beschäftigten nicht länger ignorieren können. So entsteht auch ein Klima, in dem über neue Eigentumsformen nachgedacht werden kann, bei denen das Gemeinwohl und die Belange der Beschäftigten im Vordergrund stehen und nicht die Gewinne der Aktionäre."