9. November 2011 Hamide Akbayir

LINKE und Experten fordern: Bäuerliche Landwirtschaft statt Intensivmastanlagen!

Hamide Akbayir, umweltpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. NRW

 

Bei der heutigen Expertenanhörung im Umweltausschuss des Landtags hat sich ein Großteil der geladenen Fachleute gegen Intensivmastanlagen ausgesprochen. Bislang sind jedoch nur zehn Prozent der Nutztiere in NRW in artgerechten Ställen untergebracht. „Industrielle Tierhaltung ist die logische Folge eines marktradikalen Denkens und eines skrupellosen Willens zur Profitmaximierung“, sagte die umweltpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Landtag NRW, Hamide Akbayir. „Wir LINKE lehnen das klar ab.“

Die Produktionskosten würden in den Intensivmastanlagen auf das absolute Minimum gedrückt – zulasten der Tiere, der Umwelt und letztlich der Menschen. Gewässerverschmutzung, Artenschwund und die Freisetzung von Treibhausgasen seien nur einige der Folgeprobleme. „Aber die Alternative, mehr Tierschutz in der Nutztierhaltung von der Geburt bis zum Schlachthof, ist abhängig davon, dass die Bauern für den Aufwand einer fairen Haltung auch fairere Preise erzielen können“, erläuterte Akbayir. Genau dies wurde auch in der heutigen Expertenanhörung bestätigt, die im Tenor die bäuerliche Landwirtschaft als bessere Alternative bezeichnete.

„Es ist an der Zeit“, so Hamide Akbayir, „zum Nutzen für Tiere, Umwelt und Menschen einen grundlegenden Wandel in der Tierhaltung herbeizuführen.“ Deshalb werde sich die Fraktion DIE LINKE im Landtag dafür einsetzen, dass Lebensmittel regional produziert werden, um überschaubare Erzeugerkreisläufe zu schaffen. Weiter sagte die Abgeordnete: „Außerdem fordern wir ein Verbot der industriellen Massentierhaltung und eine Verschärfung des Schutzes landwirtschaftlicher Nutztiere bei Haltung, Transport und Schlachtung.“