Landtagsfraktion stellte sich beim NRW-Tag in Siegen vor und protestierte gegen Militärwerbung. Abgeordnete der LINKEN protestierten in Siegen gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern gegen die Militärwerbung bei dem Landesfest. Sie zogen mit Protestschildern und Flugblättern zum Parcours der Bundeswehr, wo mit Panzer und Helikopter, Drillvorführungen, Show und Quiz sowie ‚Exerzierübungen im großen Rahmen‘ für das Militär geworben wurde.
Aktiv in Siegen mit dabei war auch die abrüstungspolitische Sprecherin der Linksfraktion im Bundestag, Inge Höger. „Ich finde es höchst problematisch, dass die Bundeswehr für sich und ihre Einsätze wirbt. Denn sie wirbt dafür, dass sie weltweit im Einsatz ist und sie wirbt um Nachwuchs für ihre Einsätze. Und das bei einem NRW-Tag, der auch ein Familientag und Volksfest ist.“
Wolfgang Zimmermann, Fraktionsvorsitzender der LINKEN im NRW-Landtag: „Für mich war es erschreckend, hier in Siegen Kinder auf einem Panzer herumklettern zu sehen. So wird Kriegswerkzeug verharmlost. Auf Landesebene werden wir uns auch weiterhin gegen Werbeaktionen der Bundeswehr wenden, vor allem auch in Schulen.“
Die kleine Protestaktion bewertete die LINKE sehr positiv. Die Fraktionsvorsitzende im Landtag, Bärbel Beuermann: „Es gab einzelne kritische Reaktionen, aber wir fanden auch viel Zuspruch für die Aktion. Die Resonanz beim Infostand der Landtagsfraktion war phantastisch! Die LINKE ist nicht nur im Landtag angekommen, sondern auch beim NRW-Tag.“
Am Abend vertiefte die Siegener Kreispartei DIE LINKE das Thema Militär- und Friedenspolitik bei einer Diskussionsrunde.
Kreissprecher Ralf Knocke freute sich darüber, dass trotz zahlreicher Konkurrenzveranstaltungen auch einige Nichtmitglieder den Weg in die Gaststätte „Gartenhaus“ in Siegen-Weidenau gefunden hatten. Inge Höger und Wolfgang Zimmermann sowie Paul Schäfer, verteidigungspolitischer Sprecher der LINKEN im Bundestag, und Wolfgang Popp vom Siegener Zentrum für Friedenskultur (ZFK) erläuterten die Hintergründe der weltweiten Einsätze der Bundeswehr und debattierten mit den Gästen über politische Aktivitäten gegen die verfassungswidrige Ausrichtung der Truppe zu einer Interventionsarmee.