1. Dezember 2010

LINKE fordert Wintererlass von Roma aus Ex-Jugoslawien

Ali Atalan, migrationspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE in NRW

Die Lebensbedingungen in den Lagern des ehemaligen Jugoslawien und insbesondere im Kosovo sind katastrophal. „Deswegen brauchen wir zu einer humanitären Lösung für Flüchtlinge in Deutschland als ersten Schritt einen Wintererlass als vorläufigen Abschiebestopp“, fordert der Landtagsabgeordnete Ali Atalan, migrationspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE in NRW. DIE LINKE hat deswegen einen entsprechenden Antrag im Landtag vorgelegt. 

„In NRW leben aktuell 3.400 ausreisepflichtige Flüchtlinge, die ins ehemalige Jugoslawien abgeschoben werden sollen. Die Hälfte sind Kinder. Die Wohn- und Lebensverhältnisse in den ehemaligen jugoslawischen Republiken sind insbesondere für zurückkehrende Flüchtlinge inhuman. Insbesondere im Winter bedeutet dies für viele eine massive Gefährdung für Leib und Leben. Vor diesem Hintergrund muss ein sofortiger Wintererlass für einen Abschiebestopp sorgen. Dies hat Die LINKE in dieser Woche in einem Antrag gefordert, der jetzt ins parlamentarische Verfahren eingebracht wurde.“