In seiner letzten Sitzung hat der WDR-Rundfunkrat dem Vertrag zwischen der ARD und der Sauerland Event GmbH über den Erwerb von Profikämpfen zugestimmt – nach eigener Mitteilung nach kontroverser Diskussion. „Und gegen zahlreiche Stimmen“, wie Rüdiger Sagel ergänzt, der ebenfalls gegen den Vertrag votierte.
Denn auch der unter anderem auf Initiative des WDR-Rundfunkrats geänderte und auf eine Laufzeit von 2013 bis 2014 verkürzte Vertrag ist aus Sicht des LINKEN-Abgeordneten inakzeptabel. „Neben einer grundsätzlichen Kritik an Profi- Boxkämpfen in der ARD ist ein solcher einseitiger Vertrag mit nur einem Wettbewerber aus unserer Sicht unzulässig“, so Sagel. „Die von der GEZ eingenommenen Fernseh- und Rundfunkgebühren der Bürgerinnen und Bürger sollten nicht in millionenteure Boxveranstaltungen, sondern in einen pluralistischen Rundfunk und ein pluralistisches Fernsehen investiert werden.“ Insbesondere sollte im Interesse der Bürger/innen die regionale Berichterstattung in NRW, die perspektivisch immer mehr beschnitten werden soll, wieder ausgebaut werden.