„Der beste Schutz gegen Gift in unseren Lebensmitteln ist eine ökologisch und sozial verträgliche Nahrungsmittelproduktion mit regionalen Wertschöpfungsketten“, so die verbraucherpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, Hamide Akbayir, heute in Düsseldorf am Rande der Plenarsitzung des Landtags.
„Die Verbraucherministerin Aigner könnte kaum anders handeln, wenn sie direkt im Sold der Lebensmittelkonzerne stünde“, fuhr Frau Akbayir fort. „Natürlich muss die Futtermittelindustrie mehr und besser kontrolliert werden.
Zu dieser minimalen Maßnahme fühlt sich Frau Aigner wegen des verheerenden Echos auf den Dioxin-Eier-Skandal gezwungen. Die entscheidenden Probleme packt sie aber aus einem einfachen Grund nicht an: Weil das die Profite der Agrar- und Lebensmittelkonzerne empfindlich treffen würde. Exportorientierte Massentierhaltung, Gentechnik statt gesunder Lebensmittel und ein deregulierter Weltagrarmarkt: Solange das nicht angetastet wird, kommen die nächsten Skandale wie das Amen in der Kirche.
Das Kapital will Agrarfabriken statt Bauernhöfe – überall. Und dies alles unter dem Vorwand, den Welthunger und den Klimawandel zu bekämpfen. Die Bundesregierung ist nichts anderes als eine Komplizin des großen Agrar- und Lebensmittelbusiness.“