7. April 2011 Anna Conrads

LINKE fordert Beratungsstellen für Betroffene von rechter Gewalt

Anna Conrads, innen- und rechtspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. NRW

 

Angesichts gleichbleibend hoher Opferzahlen durch rechtsextreme Übergriffe in Nordrhein-Westfalen fordert DIE LINKE die Einrichtung zweier Beratungsstellen, die sich speziell an Betroffene rechter Gewalt richten. Anna Conrads, innen- und rechtspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, erklärt dazu: „Nordrhein-Westfalen hat schon viel zu lange kein adäquates Angebot für die mehr als 150 Verletzten und direkt Betroffenen von rechten Angriffen.“

Die Antworten auf Conrads Große Anfrage zum Thema Neofaschismus hätten gezeigt, dass dringender Handlungsbedarf bestehe. „Gerade die Regionen um Dortmund und Aachen müssen schnellstmöglich Hilfen für Opfer rechter Übergriffe anbieten“, sagte Conrads. „Es darf nicht sein, dass Betroffene rechter Gewalt weiterhin mehrere hundert Kilometer in die neuen Bundesländer zurücklegen müssen, um die nötige spezielle psychosoziale und juristische Beratung zu bekommen.“

DIE LINKE hat den Bedarf an professioneller Opferberatung für die Betroffenen erkannt und sowohl einen Haushaltsantrag in den heutigen Haushalts- und Finanzausschuss als auch einen politischen Antrag ins Parlament eingebracht, über den kommenden Freitag beraten wird.

„Da die rot-grüne Landesregierung ein Landesprogramm gegen Rechts im Koalitionsvertrag vereinbart hat, sollte die Einrichtung von Opferberatungsstellen einen ersten wichtigen Schritt darstellen“, so Conrads weiter. „Insbesondere Bündnis 90/Die Grünen hatten sich in der letzten Zeit wiederholt öffentlich für die Einrichtung der Beratungsstellen ausgesprochen. DIE LINKE erwartet nun, dass diesen Worten Taten folgen.“