3. Februar 2011 Hamide Akbayir und Bärbel Beuermann

LINKE entsetzt über Kanzlerin Merkels Ablehnung einer gesetzlichen Frauenquote

Hamide Akbayir, frauenpolitische Sprecherin, und Bärbel Beuermann, Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE. NRW

 

LINKE fordern: Emanzipation funktioniert nur paritätisch: auch in Führungspositionen. Die aktuelle bundesweite Debatte über die Frauenquote bestätigt einmal mehr, was die Partei DIE LINKE schon seit Langem thematisiert. Mit einem Entschließungsantrag fordert die Fraktion DIE LINKE die Landesregierung auf, die Besetzung von Führungspositionen in der Wirtschaft gesetzlich zu regeln, und zwar paritätisch.

Mit diesem Antrag machen die LINKEN einen Vorstoß in Richtung Geschlechtergerechtigkeit – trotz aller Widerstände seitens der NRW-CDU. Diese will Geschlechterausgewogenheit in Führungsgremien der Wirtschaft lediglich mit einem „Managerinnenpreis“ fördern.

„In Nordrhein-Westfalen kommt durch die Fraktion DIE LINKE wieder Bewegung in die Sache“, stellt die frauenpolitische Sprecherin Hamide Akbayir fest. Da in den Führungsetagen der Industrie- und Handelskammern trotz des Landesgleichstellungsgesetzes keine Frauenquote eingehalten wird, hat die Fraktion DIE LINKE noch im November letzten Jahres eine Anfrage zur Gleichstellung auf Leitungsebene gestellt.  

Dazu erklärt die Fraktionsvorsitzende der Fraktion DIE LINKE, Bärbel Beuermann: „Das Ergebnis hat uns bestätigt, dass wir ohne Druckmittel nicht mehr auskommen. Jetzt gilt es neben einem Bundesgesetz für die Privatwirtschaft auch das Landesgleichstellungsgesetz in Nordrhein-Westfalen nochmal kritisch zu überarbeiten. Wie ignorant und unsensibel Kanzlerin Merkel mit dem Thema umgeht, zeigt ihre Ablehnung einer gesetzlichen Frauenquote. Frau Merkel lässt die Frauen alleine – ein deutliches Signal gegen die Gleichberechtigung von Frauen.“