Zur heute im nordrhein-westfälischen Landtag geführten Debatte um die Loveparade-Katastrophe von Duisburg, erklärt Anna Conrads, innen- und rechtspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE:
„Knapp sieben Wochen nach dem schrecklichen Ereignis, das 21 Menschen mit dem Leben bezahlt haben, sind die Verantwortlichkeiten für die Loveparade-Katastrophe lange nicht aufgeklärt. Im Duisburger Rathaus bemüht sich der OB, hinter dem nach dem knapp gescheiterten Abwahlantrag vom Montag keine Rathausmehrheit mehr steht, krampfhaft, wieder zur Normalität zurückzukehren.
DIE LINKE kann bis zum heutigen Tag nicht erkennen, dass es bei den Verantwortungsträgern zu einem Umdenken kommt. Dieses Vorgehen ist für mich und meine Fraktion in hohem Maße unerträglich. Daher erneuern wir unsere Forderung nach Einsetzung eines Parlamentarischen Untersuchungsausschusses. Wir begrüßen, dass sich auch die FDP unserem Antrag voraussichtlich anschließen wird. Auch zukünftig werden wir auf alle anderen Fraktionen zugehen.“
Als Konsequenz aus der Katastrophe forderte Conrads, neben sicherheitspolitischen auch kulturpolitische Diskussionen ein:
„Wir sollten uns einmal fragen, ob es tatsächlich in unser aller Interesse ist, dass kulturelle Events aus kommerziellen und Prestige-Interessen so geplant und durchgepeitscht werden, wie die Loveparade“, so die Abgeordnete.