Am 29. April 2011 werden der britische Prinz William von Wales und seine Verlobte Kate Middleton heiraten. Selbstverständlich ist für die Fraktion DIE LINKE. NRW diese Heirat wie jede glücklich geschlossene Verbindung zwischen zwei Menschen ein freudiges Ereignis. Weniger freudig ist für DIE LINKE aber, dass die Hochzeit des britischen Thronfolgers auch in Nordrhein-Westfalen gefeiert wird - mit öffentlichen Geldern, aber unter Ausschluss der Öffentlichkeit!
Die Landesanstalt für Medien (LfM) in NRW lädt nämlich am 29. April zusammen mit der BBC und dem britischen Generalkonsulat handverlesene Gäste in den Düsseldorfer Medienhafen ein, wo der „Wedding Event 2011“ auf einer Großbildleinwand übertragen wird. In der Einladung heißt es unter anderem, dass die Hochzeit „zweifelsfrei das gesellschaftliche Ereignis des Jahres“ sei. Und weiter: „Teilnahme nur mit besonderer Einladung!“
„Die Landesanstalt für Medien wäre besser beraten, ihren gesetzlichen Aufgaben nachzukommen, statt Gebührengelder für aristokratische Feierlichkeiten auszugeben“, meint Ralf Michalowsky, medienpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE. NRW. „Dazu zählen unter anderem Förderung der Medienkompetenz, Jugendschutz und Erhalt der Meinungsvielfalt bei den privaten Sendern. Was die Übertragung eines trivialkulturellen Ereignisses wie einer Adelshochzeit damit zu tun hat, ist mir ein Rätsel.“
Die Fraktion DIE LINKE hatte bereits Anfang April eine Kleine Anfrage (LT Drucksache 15/1588) an die Landesregierung zum Gebaren der Landesmedienanstalt gestellt, mit der sie u.a. erfahren möchte, wie teuer der royale „Wedding Event 2011“ für die nordrhein-westfälischen Gebührenzahler/innen genau wird. Eine Antwort hat die Landesregierung bisher nicht gegeben.