15. Dezember 2010

„Kopfnoten müssen abgeschafft werden – Rot-Grün drückt sich vor der Verantwortung “

Gunhild Böth, bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE

Anstatt die Kopfnoten tatsächlich abzuschaffen, wie es DIE LINKE in ihrem Gesetzesentwurf forderte, stellen SPD und Grüne es den Lehrkräften anheim, das Arbeits- und Sozialverhalten nach Gutdünken zu beurteilen. Die Kann-Vorschrift in der Gesetzesänderung erlaubt es den Versetzungskonferenzen, die ausschließlich aus Lehrkräften bestehen, weiterhin, Formulierungen zum Arbeits- und Sozialverhalten aufs Zeugnis zu setzen.

Dazu Gunhild Böth, bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE: „Seit Monaten reist Rot-Grün durch die Lande und verkündigt vollmundig, dass die Kopfnoten abgeschafft werden. Nun wird es für viele Schülerinnen und Schüler im Februar eine böse Überraschung geben, dass nun doch Kopfnoten auf dem Zeugnis stehen, wenn auch verschriftlicht. Die Verantwortung wird unschönerweise nun den Schulen selbst auferlegt. Welch groteske Vorstellung, da eine landesweite Regelung möglich gewesen wäre. Für DIE LINKE ist gerade dieser Punkt im 4. Schulrechtsänderungsgesetz nicht weitgehend genug, sodass wir uns zum Gesetzentwurf enthalten.“