„Der Vorwand für diese herzlose Maßnahme lautet, die im siebten Monat schwangere Frau habe einen Termin bei ihrer Fallmanagerin nicht wahrgenommen“, erklärte Michael Aggelidis, Bonner Abgeordneter der Fraktion DIE LINKE im Düsseldorfer Landtag. „Dabei war dieser Frau von ihrem Arzt Bettruhe verordnet worden.“ Michael Aggelidis bezog sich auf eine Erklärung des Erwerbslosen Forums Deutschland, dessen Sprecher Manfred Behrsing dazu meinte, „so viel Ignoranz gegenüber einer Schwangeren, die zudem krank ist, habe ich selten erlebt.“ „Es kommt häufig vor, dass Jobcenter schwangere Frauen wegen Ablehnung oder Abbruchs unzumutbarer 1-Euro-Jobs mit Sanktionen bestrafen“, fuhr Michael Aggelidis fort. „Das wirft ein grelles Licht auf unsere Gesellschaft, in der einerseits die Abzocker und Abzockerinnen auf den weltweiten Finanzmärkten wie die Maden im Speck leben und andererseits denen, die ohnehin kaum das Nötigste zum Leben haben, noch das Wenige genommen wird. Dass es sich im konkreten Fall um eine Muslimin handelt, erweckt zusätzlich den Verdacht der Diskriminierung. Ich erwarte vom zuständigen Sozialgericht, die skandalöse Entscheidung des Jobcenters umgehend zu kassieren.“