20. September 2010

Gemeinschaftsschule nicht der große Wurf – Schulministerin lässt Gesamtschuleltern im Regen stehen

Gunhild Böth, bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Landtag von NRW

Die von Ministerin Löhrmann vorgestellten Eckpunkte zur neuen Gemeinschaftsschule sind für die Fraktion DIE LINKE im Landtag NRW nicht weitgehend genug. Dazu Gunhild Böth, bildungspolitische Sprecherin: 

„NRW braucht keine weitere Schulform! Die Gemeinschaftsschule als zusätzliche Variante, die ab der 7.Klasse wieder ins gegliederte Schulsystem zurückfällt, ist für Eltern eher verwirrend als hilfreich. Die Gesamtschule hat sich mit ihrer Qualität und ihren individuellen Fördermöglichkeiten bewährt und ist deshalb die richtige Antwort auch auf die Probleme im ländlichen Bereich. 14.000 Anträge auf einen Platz in einer Gesamtschule konnten im vergangenen Schuljahr nicht berücksichtigt werden. Schulministerin Löhrmann lässt alle Eltern, die einen Gesamtschulplatz für ihre Kinder wünschen, im Regen stehen! Wir fordern die gesetzliche Garantie auf einen Gesamtschulplatz, die es für Gymnasien und Realschulen immer schon gegeben hat.“