15. April 2011 Michael Aggelidis und Hamide Akbayir

Ganz große Koalition gegen erneuerbare Energie

Michael Aggelidis, wirtschaftspolitischer Sprecher, und Hamide Akbayir, umweltpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. NRW

 

Der Antrag der Fraktion DIE LINKE, die öffentlichen Gebäude mit Ökostrom zu versorgen und damit als Vorbild in NRW zu fungieren, wurde heute von allen anderen Parteien im Landtag mit fadenscheinigen Argumenten abgelehnt. „So sieht der Energiewandel der rot-grünen Landesregierung aus: Große Worte, keine Taten“, sagte Michael Aggelidis, energiepolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE.

Mit den Energiekonzernen und der Kohlelobby wolle sich Frau Kraft offenbar nicht anlegen, sagte Aggelidis: „Anders ist die Weigerung, wenigstens die in öffentlicher Hand befindlichen Gebäude mit Ökostrom zu versorgen, nicht zu erklären. Die jetzt als Ablehnungsgrund vorgeschobenen Verträge kann man ohne weiteres ändern und auch kündigen.“

In NRW werden 70 Prozent des Stromes aus Kohle gewonnen, der Anteil an Atomstrom in den öffentlichen Gebäuden beträgt 24 Prozent. „Das will DIE LINKE so nicht länger hinnehmen!“, sagte Hamide Akbayir, umweltpolitische Sprecherin der Fraktion. Die öffentlichen Gebäude mit Ökostrom zu versorgen sei „ein kleiner Schritt hin zum von SPD und Grünen so vollmundig verkündeten Ziel des Klimaschutzes. Wie soll das gehen, wenn nicht mal im eigenen Haus ein Minimum dazu getan wird?“

Weiter sagte Akabayir: „Ein glaubwürdiger und ernsthafter Klimaschutz sieht anders aus!“ DIE LINKE. fordert auch weiterhin Ökostrom für alle öffentlichen Gebäude in NRW.