Auf der Landesfachbereichskonferenz des Verdi-Fachbereichs Handel am 10.11.2010 ist beschlossen worden, dass die Beschäftigten wieder stärker vor überlangen Arbeitstagen und vor Sonntagsöffnungen geschützt werden sollen. Die Fraktion DIE LINKE im Landtag NRW unterstützt diesen Beschluss und fordert ebenfalls, dass die Öffnungszeiten wieder auf ein erträgliches Maß für die Beschäftigten reduziert wird.
Der Fraktionsvorsitzende der LINKEN, Wolfgang Zimmermann, erklärt hierzu: „Für uns geht es in dieser Frage vor allem um den Schutz der abhängig Beschäftigten. Das 2006 von der CDU/FDP-Regierung verabschiedete Ladenschlussgesetz betrifft vor allem Frauen, die unter prekären Bedingungen arbeiten müssen. DIE LINKE steht an der Seite der Betroffenen und kämpft mit ihnen für eine Verkürzung der Öffnungszeiten!“
Für Zimmermann ist an dieser Stelle auch ein mutiges Handeln der Landesregierung gefordert: „Wenn SPD und Grüne im Koalitionsvertrag lediglich eine Evaluierung der bisherigen Gesetzeslage fordern, greift das viel zu kurz. Wenn die betroffenen Beschäftigten sich so vehement für kurze Öffnungszeiten aussprechen, gibt es nichts mehr zu evaluieren, sondern es muss schnell gehandelt werden. Auch der Vorschlag von Arbeitsminister Guntram Schneider, die Öffnungszeiten bis 22 Uhr zu beschränken, ist für uns unzureichend. DIE LINKE verlangt von SPD und Grünen, sich hinter die Beschäftigten zu stellen.“