Die Fraktion DIE LINKE will im NRW-Landtag einen Beschluss gegen das Lohndumping am Uni-Klinikum Essen.
Am Uni-Klinikum Essen werden Beschäftigte in zahlreichen für den Betrieb des Klinikums unverzichtbaren Bereichen, wie der Sterilisation, dem Transport- und Fahrdienst, dem Wach- und Pfortendienst nicht zu den Tarifen des öffentlichen Dienstes, sondern über die hauseigene Leiharbeitstochter PSG als Zeitarbeiterinnen und Zeitarbeiter zu Dumpinglöhnen von 7,15 Euro eingestellt. Sie bleiben ohne Zugang zur betrieblichen Altersvorsorge, haben einen Urlaubsanspruch von nur 24 Tagen und sind verpflichtet, 70 Überstunden ohne Bezahlung für ein Arbeitszeitkonto vorzuleisten.
Dazu die Fraktionsvorsitzende Bärbel Beuermann:
“Durch diese systematische Verletzung des Grundsatzes ‚Gleicher Lohn für gleiche Arbeit’ werden die betroffenen Beschäftigten schamlos ausgenutzt, zu Beschäftigten zweiter Klasse degradiert und tiefgreifend in ihrer Würde verletzt.
Was bei Schlecker möglich war, muss auch an der Uni Essen möglich sein. Der Landtag soll deshalb die neue Landesregierung auffordern, alle Möglichkeiten auszuschöpfen, damit künftig für alle Beschäftigten am Uni-Klinikum Essen ausschließlich der Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes gilt.“