28. Juni 2010 Landtagsfraktion DIE LINKE NRW

Fraktion DIE LINKE NRW: Der Fraktionsvorsitzender Wolfgang Zimmermann besuchte Mahnwache der Klüh-Beschäftigten in Düsseldorf

Wolfgang Zimmermann beim Grußwort an die von Entlassung bedrohten Beschäftigten der Firma klüh. Rechts neben ihm Kai Schwabe von der IG Bau und die LINKEN-Abgeordnete Özlem Alev Demirel. (Foto: linksfraktion nrw)

Der Vorsitzende der Landtagsfraktion DIE LINKE, Wolfgang Zimmermann, und die LINKEN-Landtagsabgeordnete Özlem Alev Demirel besuchten am Montag (28. Juni 2010) die Beschäftigten der Firma Klüh, die in Düsseldorf mit einer täglichen Mahnwache auf die drohende Entlassung von etwa 150 Kolleginnen und Kollegen aufmerksam machen. Nach Angabe des Betriebsrates ist als Grund für die Vernichtung der Arbeitsplätze genannt worden, dass die Fluggesellschaft air berlin in Düsseldorf die Zahlungen für die Reinigung um 20 Prozent senken will. Die von der Entlassung bedrohten Frauen und Männer vermuten aber, dass die Konzernleitung die Gelegenheit nutzt, eine gewerkschaftlich gut organisierte Stammbelegschaft mit einem funktionierenden und unbequemen Betriebsrat loszuwerden.

Die Düsseldorfer Beschäftigten waren am Streik der Gebäudereiniger im vergangenen Jahr sehr aktiv beteiligt und haben auch sonst schon oft bewiesen, dass sie für ihre Interessen kämpfen können. Zimmermann, der selbst viele Jahre Personalratsvorsitzender einer großen Klinik war, versicherte in einer Ansprache den Beschäftigten, ihren Betriebsräten sowie den Vertretern der IG Bau die Solidarität der Landtagsfraktion.

Zimmermann: „Der Lohn bei Klüh liegt nach Angaben der Betriebsräte bei 8,40 Euro. Diesen abzusenken, kommt einem Lohnraub gleich. Die LINKE kämpft für 10 Euro Mindestlohn. Wenn alle Firmen diesen Lohn einkalkulieren müssen, hört endlich die Preisdrückerei auf. An diesem Beispiel wird deutlich, wie wichtig ein Mindestlohn wäre. Wir haben schon oft erlebt, dass Arbeitgeber Betriebsteile geschlossen haben, um eine gut organisierte Belegschaft mit ihren Betriebsräten loszuwerden und einen Neuanfang - zumeist mit Leiharbeitern - zu machen. Ich fordere die Firma Klüh auf, dem Beispiel von Herrn Schlecker zu folgen und sich mit den Arbeitnehmervertretern und der Gewerkschaft an einen Tisch zu setzen und zu tragfähigen Vereinbarungen zu kommen. Herr Schlecker hat lange gebraucht, es zu kapieren. Herr Klüh sollte schneller zur Einsicht kommen.“

siehe auch: http://kluehaktiv.blogspot.com/

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