Gestern ist im Landtag NRW ausführlich über die Dioxinfunde in Eiern, Geflügel- und Schweinefleisch diskutiert worden. Dass 10-Punkte-Programm des Umweltministers, das Schadstoffeinträge in die Lebensmittelkette verhindern und eine Erhöhung der Futtermittelsicherheit bewirken soll, wird auch von der Fraktion DIE LINKE unterstützt.
„Besonders wichtig ist für uns die Tatsache, dass das Verbraucherinformationsgesetz novelliert werden soll, damit eine zeitnahe Veröffentlichung und Weitergabe von Untersuchungsergebnissen an die Verbraucherinnen und Verbraucher gewährleistet werden kann“, so die verbraucherpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, Hamide Akbayir.
Um die strukturellen Ursachen des Dioxinskandals zu verändern, bedarf es aber wesentlich mehr. Das hat die Fraktion DIE LINKE mit einem Entschließungsantrag, der zusammen mit der Regierungskoalition im Landtag NRW eingebracht wurde, in Angriff genommen. Darin wird eine Agrarpolitik gefordert, die sich für eine regionale, ökologische bzw. eine bäuerliche Landwirtschaft einsetzt. DIE LINKE will eine bodengebundene Landwirtschaft, d. h. eine bäuerliche Landwirtschaft mit artgerechter Tierhaltung, und damit ein Ende der Fleischproduktion in Industrieanlagen ohne Ackerflächen. In diesem Zusammenhang ist auch der Antrag einer gentechnikfreien Region NRW zu nennen, den die Fraktion DIE LINKE unterstützt hat.
Hamide Akbayir erklärt weiter: „Wir sind davon überzeugt, dass sowohl bei der Ernährung der wachsenden Bevölkerung als auch beim Klimaschutz eine bäuerliche Landwirtschaft der industriellen Agrarproduktion haushoch überlegen ist. Wir sehen uns hier im Einklang mit der Bevölkerung, die Nein sagt zu Gentechnik, Tierfabriken und Dumping-Exporten. Lebensmittel aus regionalem Anbau und Bioprodukte sind der beste Schutz vor Gift im Essen.“