Zu den Verkaufsabsichten des Bundes hinsichtlich seiner Drittelbeteiligung an der Duisburger Hafag erklären Bärbel Beuermann, Fraktionsvorsitzender der Landtagsfraktion DIE LINKE und Hermann Dierkes, Vorsitzender der Duisburger Ratsfraktion der LINKEN:
„Bund, Land und Stadt halten jeweils ein Drittel der Hafag. In den Ausbau des Unternehmens mit Schwerpunkt auf dem ehemaligen Krupp-Hüttengelände ist viel öffentliches Geld geflos-sen. Das Unternehmen ist für die weitere Strukturentwicklung in NRW, als tarifgebundener Arbeitgeber, Steuerzahler und Einnahmequelle für den Duisburger Kommunalhaushalt von erstrangiger Bedeutung.
Deshalb sagen wir: Die Hafag muss grundsätzlich öffentlich bleiben.
Dass der Bund sich zurück ziehen will, ist Ausdruck seiner falschen Strukturpolitik und Priva-tisierungsideologie. Im Unterschied dazu investiert und expandiert der öffentliche Hafen Rotterdam derzeit massiv.
Sollte der Bund nicht von seinem Vorhaben abzubringen sein, sind für uns Varianten denk-bar in den öffentlichen Besitzanteilen, in der Betriebsführung oder in der Zusammenarbeit mit dem öffentlichen Hafen Rotterdam. Wir haben bereits etliche Gespräche mit Interessenten ge-führt und sammeln weiter Informationen, um uns abschließend zu positionieren.
Aus diesem Grund werden Bärbel Beuermann, Verkehrspolitischer Sprecherin der Landtags-fraktion und Mitglieder der Duisburger Ratsfraktion am 15.2. Gespräche mit der Hafenlei-tung in Rotterdam führen.“