15. Januar 2011 Bärbel Beuermann

Duisburger Hafen muss in öffentlicher Hand bleiben

Bärbel Beuermann, Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE. NRW und Hermann Dierkes, Vorsitzender der Duisburger Ratsfraktion DIE LINKE

 

Zu den Verkaufsabsichten des Bundes hinsichtlich seiner Drittelbeteiligung an der Duisburger Hafag erklären Bärbel Beuermann, Fraktionsvorsitzender der Landtagsfraktion DIE LINKE und Hermann Dierkes, Vorsitzender der Duisburger Ratsfraktion der LINKEN:

„Bund, Land und Stadt halten jeweils ein Drittel der Hafag. In den Ausbau des Unternehmens mit Schwerpunkt auf dem ehemaligen Krupp-Hüttengelände ist viel öffentliches Geld geflos-sen. Das Unternehmen ist für die weitere Strukturentwicklung in NRW, als tarifgebundener Arbeitgeber, Steuerzahler und Einnahmequelle für den Duisburger Kommunalhaushalt von erstrangiger Bedeutung.
Deshalb sagen wir: Die Hafag muss grundsätzlich öffentlich bleiben.
Dass der Bund sich zurück ziehen will, ist Ausdruck seiner falschen Strukturpolitik und Priva-tisierungsideologie. Im Unterschied dazu investiert und expandiert der öffentliche Hafen Rotterdam derzeit massiv.
Sollte der Bund nicht von seinem Vorhaben abzubringen sein, sind für uns Varianten denk-bar in den öffentlichen Besitzanteilen, in der Betriebsführung oder in der Zusammenarbeit mit dem öffentlichen Hafen Rotterdam. Wir haben bereits etliche Gespräche mit Interessenten ge-führt und sammeln weiter Informationen, um uns abschließend zu positionieren.
Aus diesem Grund werden Bärbel Beuermann, Verkehrspolitischer Sprecherin der Landtags-fraktion und Mitglieder der Duisburger Ratsfraktion  am 15.2. Gespräche mit der Hafenlei-tung in Rotterdam führen.“