Flächendeckendes Kontrollsystem einführen und Transparenz herstellen. Der erneute Dioxin-Skandal zeigt, dass der Verbraucherschutz weiter deutlich verbessert werden muss. Dies erfordert vor allem auch eine flächendeckende Kontrolle der Futtermittelhersteller, von denen es auch in NRW viele Betriebe gibt, fordert Hamide Akbayir (LINKE), Sprecherin im Umwelt- und Agrarausschuss des Landtages. "Die Verbraucher müssen gegen die Profitgier der Unternehmer/Innen geschützt werden."
Auch die Verbraucher/Innen in NRW erwarten Klarheit, so Akbayir. "Es gibt eine grenzenlose Profitgier auf Kosten der Gesundheit. Der systematische Einsatz billiger und industriell hergestellter Rohstoffe muss deshalb zukünftig ebenso verhindert werden wie eine sofortige und vollständige Transparenz bei der Futtermittelproduktion hergestellt werden muss. Die landwirtschaftlichen Betriebe sind den Futtermittelherstellern viel zu sehr ausgeliefert, deswegen müssen sowohl die Produktion als auch die Richtlinien geändert werden. Es ist aber zu begrüßen, dass in NRW als erste Sofortmaßnahme zunächst weitere 139 landwirtschaftliche Betriebe gesperrt wurden."
Die Verbraucher/Innen müssen jetzt vollständig aufgeklärt werden. Akbayir fordert eine Bekanntmachung der betroffenen Produktionsbetriebe entsprechend der Kennzeichnung von Lebensmitteln. "Dies soll als erste Maßnahme davor schützen, dass noch weiter belastete Lebensmittel wie Eier verkauft bzw. verzehrt werden. Das System der Verschleierung zum Einsatz industrieller Fette bei der Futtermittelproduktion muss durchbrochen werden."