„Unseren Antrag, die Atomkraftwerke sofort abzuschalten, haben nicht nur erwartungsgemäß CDU und FDP, sondern auch SPD und Grüne glatt abgelehnt“, erklärte Michael Aggelidis, wirtschafts- und energiepolitischer Sprecher der LINKEN heute am Rande der Plenarsitzung des Düsseldorfer Landtags zu den Konsequenzen der Katastrophe in Japan.
„Die CDU hat mit ihrem eigenen Antrag gezeigt, dass sie aus Fukushima nichts gelernt hat“, fügte Michael Aggelidis hinzu. „Die SPD, aber auch die Grünen wollen nur die Rücknahme der Laufzeitverlängerung. Obwohl viele immer noch denken, die Grünen seien eine Anti-Atom-Partei, sind wir LINKEN in Wirklichkeit die einzige Partei, die zusammen mit der Anti-AKW-Bewegung den sofortigen und endgültigen Ausstieg aus der Atomenergie fordert.“
In der Plenardebatte hatte Michael Aggelidis sich vor den Freiwilligen „verneigt, die in Fukushima ihr Leben dahingeben oder zumindest aufs Spiel setzen, nicht nur für ihre Landsleute, sondern für uns alle“. Er vermisse unter diesen freiwilligen Helfern allerdings die „Herren der Energiekonzerne wie Tepco und ihre deutschen Mittäter wie RWE und Eon, die die Risiken der Atomenergie über Jahrzehnte hinweg kleingeredet haben. Warum nehmen diese Herren nicht ihren Platz unter den freiwilligen Helfern ein?“