Fraktion DIE LINKE NRW kritisiert EU-Kohlepolitik.
Zum aktuellen Vorschlag der EU-Kommission, den Ausstieg aus der Kohleförderung schon 2014 zu vollziehen, erklärt der Bergbau-Experte und stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Fraktion DIE LINKE im NRW Landtag, Dipl.-Ing. Rüdiger Sagel:
„Die Ideen der neoliberalen Bürokraten aus Brüssel können in NRW nur Kopfschütteln auslösen. Herr Oettinger von der CDU, der nun in Brüssel ein Betätigungsfeld gefunden hat, sollte den Bergleuten in Deutschland und der hochmodernen Bergbauindustrie nicht in den Rücken fallen. Der in Deutschland vereinbarte sozialverträgliche Kohleausstieg muss bis 2018 weitergeführt werden, auch um Massenentlassungen zu vermeiden. Die Kohlesubventionen des Landes NRW von derzeit rund 500 Millionen Euro pro Jahr müssen weiter heruntergefahren werden. Auch nach 2018 sollte es in NRW aber noch Zechen geben, weil die Bergbauzulieferindustrie mit Tausenden von Arbeitsplätzen und ihrer Spitzentechnologie auf diesen sogenannten Sockelbergbau angewiesen ist.“