14. Oktober 2010

Bundesfrauenkonferenz DIE LINKE Leipzig, beschäftigte sich mit modernen linken und feministischen Fragen zu Kapitalismus und Patriarchat

Bärbel Beuermann und Hamide Akbayir, Abgeordnete der Fraktion DIE LINKE im Landtag von NRW

Am vergangenen Wochenende 9./10. Oktober 2010 fand die Bundesfrauenkonferenz der LINKEN Frauen in Leipzig statt. Organisiert von der Bundesgeschäftsführung der LINKEN unter der Devise: „Love me gender“ führten Frauen aus allen Teilen der Republik Debatten über das vorliegende Programm der LINKEN.

Weiter wurde ein Konzeptentwurf zur Herstellung von Geschlechtergerechtigkeit sowie die derzeitigen Frauenstrukturen in der Partei DIE LINKE erörtert.

In Workshops, Arbeitsgruppen und Plenardebatten überlegten und diskutierten rund 150 Frauen aus der gesamten Bundesrepublik, Genossinnen aus allen Ebenen der Partei und Sympathisantinnen wie feministische Forderungen mit sozialistischen Ansprüchen gemeinsam gedacht und vor allem auch umgesetzt werden können. Die Dokumentation der Arbeitsgruppen und Workshops kann hier runtergeladen werden.

Im Ergebnis forderte die Bundesfrauenkonferenz die Regierungskoalition auf, das Kürzungsprogramm, das besonders zu Lasten der Frauen geht, zurückzunehmen. In einer weiteren Resolution fordert die Bundesfrauenkonferenz den Parteivorstand auf, den Programmentwurf aus feministischer Sicht zu überarbeiten. Die beiden Resolutionen sind hier einsehbar.

Dazu Bärbel Beuermann und Hamide Akbayir: "Die Ergebnisse der Bundesfrauenkonferenz haben gezeigt, dass durch die Einsparungen in vielen Kommunen die Infrastruktur besonders für Frauen in Gefahr ist. Frauenhäuser, Krisen- und Noteinrichtungen sind für Frauen und ihre Kinder, die von häuslicher Gewalt bedroht sind, unverzichtbare Schutzräume und elementare Hilfe. Deshalb wollen wir in Nordrhein- Westfalen eine Politik machen, die sich vor allem auch an den Bedürfnissen von Frauen orientiert."

"So sehen wir gerade in der finanziellen und strukturellen Absicherung der Frauenhäuser einen großen Schritt zu mehr Gerechtigkeit für Frauen in Notsituationen. Allen betroffenen Frauen und Kindern müssen ausnahmslos Schutzräume geboten werden, die jederzeit und unkompliziert zugänglich sind, unabhängig vom Einkommensverhältnis, dem Wohnort oder dem Aufenthaltsstatus. Deshalb unterstützen wir weiter die Initiative der autonomen Frauenhäuser, die für die betroffenen Frauen „Schwere Wege leicht“ machen will."