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4. November 2010 Anna Conrads

Linke bei Delegation in der JVA Werl

Anna Conrads, rechtpolitische Sprecherin der LINKEN im Landtag von NRW, mit der Delegation in der JVA Werl

Der Rechtssausschuss des NRW–Landtages besuchte am 3. Dezember 2010 die JVA Werl und hielt dort seine auswärtige Sitzung ab.

Auf dem Programm standen neben einer Besichtigung der Haftbereiche, der Werkstätten und der Höfe auch eine Diskussion mit den Fachdiensten, den Ärzten, dem Anstaltsleiter, Michael Skirl, der Personalvertretung und der Gefangenenvertretung.



Anna Conrads, rechtpolitische Sprecherin der LINKEN im Landtag erklärte:

"In der JVA Werl befinden sich zu 90 Prozent Täter mit langen Haftstrafen. Werl hat einen großen Trakt für 'Sicherheitsverwahrte'. Im Gespräch mit dem Anstaltsleiter Skirl wurde einmal mehr deutlich, wie wichtig eine Resozialisierung vom ersten Tag der Haft ist. Dazu gehört neben einer guten umfassenden medizinischen und psychologischen Betreuung auch ein Angebot an Arbeits- und Bildungsangeboten, die den Häftlingen eine tatsächliche Perspektive für ein Leben in Freiheit ermöglichen."

Im Landtagswahlprogramm DIE LINKE NRW heisst es dort unter anderem:

  • Es müssen mehr Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter, Bewährungshelferinnen und Bewährungshelfer sowie Vollzugsbeamtinnen und -beamte eingestellt werden, um die Arbeitsbelastung zu verringern und das Betreuungsverhältnis zu verbessern.
  • Drogenberatungs- und Therapieangebote in den Vollzugsanstalten müssen deutlich ausgebaut werden.
  • Ausbau von Deutschkursen und qualifizierten Bildungs- und Arbeitsangeboten in den Haftanstalten, um im Sinne des Eingliederungsgrundsatzes auf das Leben in Freiheit vorzubereiten. Der Ausbau des offenen Vollzuges ist zu prüfen. Auch in Gefängniswerkstätten müssen Arbeitsschutz und anständige Löhne eingehalten werden.


Mit Verweis auf das Wahlprogramm äußerte Anna Conrads: "Dafür werden wir uns im Landtag weiter stark machen."